Künstlerin: Melissa Fatoumata Touré [Mali]
Technik: Zoumana Habib Tounkara, Djelimady Samaké, Ballaké Touré, Sibiri Touré,
Soumano Dieneba Touré [Mali]
Thema: Wasser
Ort: Koulouninko, Mali
Das Leben in Europa unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von jenem in Afrika, doch in einem Punkt ist die Differenz fundamental: Wasser. Unsere Installation wird die Verwendung von Wasser in Koulouninko (Mali) und in Linz vergleichen. In Koulouninko (nahe der Hauptstadt Bamako) gibt es einen öffentlichen Brunnen mit einer Handpumpe, an dem ich einen Sensor angebracht habe, der die Wassermenge zählt, die die Menschen hochpumpen. Diese Daten werden dann über das Internet nach Österreich geschickt. Hier wird die Wassermenge, die in einer öffentlichen Toilette in Linz als Spülwasser verwendet werden kann, durch die Wassermenge bestimmt, die die Menschen in Koulouninko trinken. Wenn die Linzer mehr Spülwasser wollen, als in Mali verwendet wird, müssen sie dafür zahlen. Das Geld wird für ein afrikanisches Brunnenbauprojekt gespendet.
Obwohl sich das Projekt Wia Wia sehr schnell als Fiktion von anonymen KünstlerInnen herausstellte, finden wir, dass es mehrere wichtige Aspekte von 80+1 in hervorragender Weise adressiert und haben uns daher entschlossen, das Projekt in der vorgeschlagenen Inszenierung aufzunehmen.
Die Projektidee, wenngleich sie nicht real stattfindet, vermittelt den Besuchern in Linz in sehr unmittelbarer und wirkungsvoller Weise die Realität der globalen Wasserkrise, die sich in der Zukunft noch massiv verschärfen wird.
Die Inszenierung mit collagiertem aus dem Internet zusammengesammelten Bildmaterial, geht aber auch auf eine Kernaufgabe des Projektes 80+1 ein, nämlich die Erprobung und Reflektion der Tragfähigkeit rein virtueller Beziehungs- und Informationsnetzwerke.
Die Erlöse aus dem Projekt kommen dennoch zur Gänze einem realen und erfolgreich arbeitenden Wasserprojekt welches wiederum das Internet zentral als Kommunikationsplattform nutzt zugute (thewaterproject.org).







